An
663 Physiotherapeuten und manuelle Therapeuten wurde der Backstretcher gezeigt
und wurde das Indikationsgebiet “nicht-spezifische Rückenschmerzen” genannt;
außerdem wurde umden ersten Eindruck
gebeten:
Erster Eindruck
Befragte
Schlußfolgerung:
Positiv
45%
Der
erste Eindruck der Sachverständigen ist günstig. Dabei ist es am
wertvollsten, daß nur 13% der 663
Zuerst versuchen
42%
Befragten
einen negativen Eindruck hat. Dies kann man
übrigens
gut aus den verschiedenen Strömungen inner-
Bei 12 Patienten, von einem Hausartz (J.
van Niekerk) und einem Physiotherapeuten (M. van Straten) behandelt wegen
chronischen ernsthaften nicht-spezifischen Rückenschmerzen, wurde der
Backstretcher unter der Führung des Physiotherapeuten dem Behandlungsprotokoll
zugefügt, wobei die Antikyphosierung stets benachdruckt wurde. Nach zwei Wochen
konnte bei 11/12 Patienten eine drastische Verbesserung festgestellt werden, 3
Patienten waren sogar schmerzenfrei. Die Ergebnisse sind folgendermaßen
zusammenzufassen:
Stand der Schmerzen
Sehr ernsthaft
Ernsthaft
Mäßig
Leicht
Sehr leicht
Keine
Vorab
4
5
3
Nach zwei Wochen
1
1
1
3
3
3
Bei vier Patienten wurde die Evaluation
mit zwei Wochen verlängert und konnte weitere Verbesserung festgestellt werden:
Stand der Schmerzen
Sehr ernsthaft
Ernsthaft
Mäßig
Leicht
Sehr leicht
Keine
Nach zwei Wochen
1
1
2
Nach vier Wochen
1
1
2
Schlußfolgerung dieser Studie und ihres Follow-Up ist,
daß der Backstretcher bei chronisch ernsthaften Rückenschmerzen - bei denen
Antikyphosierung für indiziert gehalten wird - bei den meisten Patienten eine
günstige Wirkung hat, die bei regelmäßiger Benutzung jahrelang dauern kann.
Bei 28 Personen, die am Betriebsfitneßprogramm des
Provinzverwaltungsgebäudes Utrecht teilnehmen, und zugleich Beschwerden von
niedrigen Rückenschmerzen (subjektiv) und thorakaler Kyphosierung erfuhren,
wurde während vier Wochen der Backstretcher dem normalen Betriebsfitneßprogramm
zugefügt. In dieser Untersuchung, von P. Verweij, Physiotherapeuten,
durchgeführt, wurde nicht nur das Maß der Rückenschmerzen beachtet, sondern
auch die Verbesserung einer eventuell existierenden Arbeitsbeschränkung. Dies
im Hinblick auf das in der Einführung beschriebene Interesse in bezug auf
Produktivität und Prävention des Ausscheidens.
In folgender Tabelle wurden die wichtigsten
Ergebnisse vereinigt:
Stand der Schmerzen
Totale
Zahl
schlimmer
ähnlich
<50%
besser
>=50%
besser
weg
Rücken-schmerzen
28
00%
311%
27%
2475%
27%
Arbeits-beschränkung
21
210%
15%
00%
314%
1571%
ADL Beschränkung
24
00%
28%
14%
938%
1250%
Schlußfolgerung aus diesen Ergebnissen ist, daß der
Backstretcher bei ca. 90% der Personen mit mäßigen chronischen Rückenschmerzen
eine (sehr) wichtigeVerbesserung der Schmerzen bewirkt. Diese Ergebnisse bestätigen
die Erfahrungen aus einer Studie mit ernsthaften Patienten.
Von äußerster Wichtigkeit ist aber die hinzukommde
funktionelle Verbesserung: von den Personen,die vormals in ihrer Tätigkeit
beschränkt wurden, ist am Ende der Forschung über 80% (nahezu) beschränkungsfrei.
Der Backstretcher wurde eingesetzt bei einer
Gruppe von 18 Patienten mit einem langwierig existierenden M. Bechterew. Diese
Patientengruppe existiert seit mehr als einem Jahr und folgt einem intensiven
physiotherapeutischen Programm. Durchschnittlich leiden die Patienten schon 15
Jahre an dieser Krankheit (Streuung/Verteilung 4-25 Jahre). Diese Gruppe hat
ursprünglich gute Fortschritte gemacht, befindet sich jetzt aber in einer
stabilen Phase, in der keine weitere Verbesserung der Beschwerden auftritt. In
dieser Phase wurde der Backstretcher der existierenden Ordnung zugefügt.
Während der 8 Wochen dauernden Untersuchung wurde keine additionale Wirkung des
Backstretcher wahrgenommen.
Schlußfolgerung aus dieser prospektiven Untersuchung
lautet, daß der Backstretcher nicht wirksam ist, wenn eine irreversible
Immobilität der Wirbelsäule aufgetreten ist. Bei HELPmedical sind aber
kasuistische Erfahrungen mit Erfolg des Backstretcher bei M. Bechterew bekannt,
diese positiven Erfahrungen wurden jedoch nur gemacht bei Patienten, die sich
in einer frühen Phase der Krankheit befinden.
Von verschiedenen Seiten her wird suggeriert, daß der Backstretcher eine
Rolle bei Entspannung und Bekämpfung von Streß spielen könnte. Erstens wird der
Backstretcher in diesem Indikationsgebiet intensiv in Japan angewandt. Zweitens
erhält HELPmedical über die "entspannende Wirkung" von Benutzern
regelmäßig Feedback. Auch wurde in der Untersuchung bei Personen mit chronischen
mäßigen Rückenschmerzen (2. Punkt), von 9 der 28 (32%) der Teilnehmer spontan
diese entspannende Wirkung gemeldet. Schließlich bekommt HELPmedical von
Yoga-Therapeuten regelmäßig die Frage, ob der Backstretcher in ihrem
Arbeitsfeld von Nutzen sein könnte.
Diese Suggestionen in bezug auf die mögliche entspannende Wirkung haben zu
zwei Untersuchungen geführt, die erste in einer "cool-down"-Situation
nach dem Treiben einer intensiven Aerobic-Stunde, die zweite in einer
Yoga-Umgebung, einerseits zur Vorbereitung auf eine Meditationssitzung,
anderseits anschließend an eine Yoga-Sitzung. Die Ergebnisse unterstreichen die
suggerierte entspannende Wirkung des Backstretcher, so wie folgende Daten sie
illustrieren [Backstretcher ist als BS abgekürzt]:
Cool-Down
n=147
Nach dem Ende einer Aerobic-Stunde
15 Minuten auf dem BS liegen
59%findet cool-down aufBS (sehr) angenehm
77%erfährt BS als (sehr)entspannend
Yoga
n=60
Nach dem Ende der Yoga-Sitzung
15Minuten auf dem BS liegen
85%bevorzugt BS vor liegen auf
dem Boden
75%findet BS Mehrwert für
Yoga-Sitzung
100%der Personen mitRückenschmerzen meldet spontan
Verbesserung der Beschwerden
n=60
Vor der Zen-Meditation
10 Minuten auf dem BS liegen
100%erfährt liegen auf BS als eine
gute Vorbereitung auf die Meditation
100%meldet,
daß die Meditationshaltung leichter einzunehmen und festzuhalten ist; dies
wurde auch von dem Yogalehrer festgestellt
Schlußfolgerung aus diesen Untersuchungen ist, daß der
Backstretcher bei den meisten Benutzern eine entspannende Wirkung hat.
Die beschriebenen prospektiven Studien mit dem Backstretcher haben drei
Beschränkungen: beschränkte Untersuchungspopulationen und Studiendauer, wie
auch eine offene, unkontrollierte Studienplanung.
Zur Verstärkung der Grundlage des Backstretcher wurde deshalb in der
Periode Juli-August 1996 eine Post Marketing Surveillance durchgeführt. Dafür
trat man an die ersten 800 Personen (lesen Sie: Patienten) heran, die den
Backstretcher seit Oktober 1995 angeschafft haben. Diese Gruppe wurde
schriftlich mittels eines Fragenbogens befragt. Am 31. August 1996 wurde der
Respons einer ersten Analyse beendet, in die (aus dem totalen Respons von 383
Personen) 378 evaluierbare Personen eingeschlossen wurden (gemäß einem sehr
guten Respons von 47,3%).
Im allgemeinen Sinne läßt sich die Untersuchungsperiode folgendermaßen
umschreiben:
Zahl der
Befragten
378
Dauer der
Rückenschmerzen
3%
< 6 Monate
Verhältnis
Mann:Frau
56:44
7%
6-12 Monate
Alter
47,2 Jahre [15-85]
6%
1-2 Jahre
Benutzungsdauer
BS
5,8 Monate [4-14]
84%
> 2 Jahre
Ein bemerkenswerter Aspekt der
allgemeinen Inventarisierung ist, daß die Befragten zur Zeit der Anschaffung
des Backstretcher wegen ihrer Rückenschmerzen von durchschnittlich 1,95 (Para)-
Medizinern behandelt wurden. Dies unterschreibt das ungelöste Problem des
durchschnittlichen Patienten und illustriert auch, daß es nicht leicht ist, in
einer Situation, in der sich im Durch-schnitt zwei (manchmal 5!) “Professionals”
beschäftigen, therapeutische Politik zu machen.
Die Ergebnisse mit dem
Backstretcher werden in folgenden Tabellen illustiert:
Dauer de Rückenschmerzen
< 6
Monate
6-12
Monate
1-2 Jahre
> 2
Jahre
“Responder-Rate”
83%
87%
79%
72%
Verbesserung
Stand der Schmerzen
85%
68%
53%
55%
Stand der Schmerzen
Sehr
ernsthaft
Ernsthaft
Mäßig
Leicht
Keine
Vor dem Backstretcher
30
158
157
33
0
50
%
9
%
Jetzt, mit dem Backstretcher
4
35
108
182
47
10
%
61
%
Beschränkungin der Arbeit
Sehr
ernsthaft
Ernsthaft
Mäßig
Leicht
Keine
Vor dem Backstretcher
27
110
133
81
27
36
%
29
%
Jetzt, mit dem Backstretcher
6
31
80
145
115
10
%
69
%
Zur Ergänzung der obenerwähnten
spezifischen Ergebnisse wurde innerhalb der totalen Benutzer-gruppe
(einschließlich der “Non-Responder”) folgende Totalbewertung der Wirksamkeit
gemeldet:
Wirkung
ausgezeichnet
10%
Wirkung gut
29%
68 %
Wirkung genügend
29%
Wirkung mäßig
14%
Wenig Wirkung
8%
32 %
Keine
Wirkung
10%
Schließlich wird der
Backstretcher von den Benutzern zur Zeit der Post Marketing Surveillance
folgendermaßen benutzt:
Täglich
172
46 %
Regelmäßig
80
21
%
durchschnittlich 3,3 Mal pro Woche
Manchmal
93
25
%
Anders/
Nicht
33
9%
Schlußfolgerung dieser großen
retrospektiven Studie auf mittlere Sicht ist, daß die Ergebnisse der
prospektiven Untersuchungen bestätigt werden: es ist von einer bedeutenden
Wirksamkeit des Backstretcher beim größten Teil der Patienten mit
nicht-spezifischen chronischen Rückenschmerzen die Rede. Auch findet sich in
dieser Post Marketing Surveillance, daß existierende Arbeitsbeschränkungen
stark abnehmen. Schließlich ist beim Backstretcher von einem sehr hohen
“Patient-Compliance” die Rede.
Zusammenfassend kann man
behaupten, daß eine große retrospektive Studie bestätigt, was schon in einigen
kleineren prospektiven Studien festgestellt wurde (und was auch gut an die
tägliche Erfahrung in der Praxis bei HELPmedical anschließt):
1.Der Backstretcher ist, bewegungsphysiologisch
betrachtet, ein plausibles Hilfsmittel bei der Behandlung von Rückenschmerzen,
bei denen von verstärkter thorakaler Kyphosierung die Rede ist.
2.Der Backstretcher ist sehr wirksam bei der
Bekämpfung von chronischen ernsthaften und mäßigen Rückenschmerzen, sowohl in
“Responder-Rate” wie in symptomatischer Verbesserung.
3.Die Wirksamkeit des Backstretcher in bezug auf
Rückenschmerzen scheint bei dauernder Benutzung länge Zeit anzuhalten.
4.Der Backstretcher ist ein vielversprechendes
Mittel zur Beseitigung von Beschränkungen in der Berufstätigkeit. Er kann
dadurch nicht nur eine medizinische, sondern auch eine sehr wichtige
sozial-wirtschaftliche Funktion bekleiden.
5.Der “Patient-Compliance” in bezug auf die
Benutzung des Backstretcher ist hoch, was sekundär und indirekt die
festgestellte Wirkung unterstützt.
6.Der Backstretcher kann wirksam zur Bekämpfung
von (Muskel)Spannung und Streß angewandt werden.
7.Vom Backstretcher ist keine Wirkung zu
erwarten, wenn von einer irreversiblen Immobilität der Wirbelsäule die Rede
ist.
8.Es sind keine nachteiligen Wirkungen vom
Backstretcher bekannt.
Es
gibt viele Beweise für die Wirksamkeit des Backstretcher bei ca. 70% der
Personen, die chronisch von Rückenschmerzen gequält und beschränkt werden.
Diese verhältnismäßig einfache
Intervention kann deshalb einen bedeutenden Beitrag zur Beschränkung der
medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen von Rückenschmerzen
liefern. Außerdem kann vom Backstretcher in der primären und sekundären
Prävention von Rückenschmerzen und streßbezogenen Erkrankungen einen Beitrag
erwartet werden.
R.S.
Neeter, ArztLaren, den 2. Oktober 1996
5.Onderzoek naar de eerste indruk van de Backstretcher onder
fysiotherapeuten, Holland Media Services; 1995, data on file
6.Pilotstudie ter confirmatie van de therapeutische waarde van de
Backstretcher bij patiënten met chronische rugklachten in een fysiotherapie
praktijk; M. van Straten, J. van Niekerk; 1995; abgerundeter Bericht zur
Verfügung
7.Behandeling van chronische rugklachten met de Backstretcher leidt
in veel gevallen tot vermindering van de klachten en verbetering van de
arbeidsprestatie; P. Verweij; 1996; abgerundeter Bericht zur Verfügung
8.Onderzoek naar de effectiviteit van de Backstretcher bij
patiënten met de ziekte van Bechterew; A.J. Hubers; 1996; data on file
9.Onderzoek naar de toegevoegde waarde van de Backstretcher in de
cool-down in aansluiting op een fitness programma; P. Verweij; 1996; data on
file
10.Yoga en de Backstretcher; T. de Beer; 1996; Draft-Bericht zur
Verfügung
11.Post Marketing Surveillance onder 400 personen, die vanwege
chronische rugklachten sinds 6 maanden gebruik maken van de Backstretcher; R.S.
Neeter; 1996; data on file